Versetz- und Verlegeanleitung für Mehrkammer Kleinkläranlagen

Achtung:    Die in der Tabelle angegebenen Maße sind Trockenmaße.

  1. Als Untergrund ist ein ebenes Sandbett standfest herzustellen. Eine Punkt- oder Linienauflage ist unbedingt zu vermeiden.
  2. Beim Versetzen ist zwischen den Ringen die Fuge vor zu nässen und reichlich Mörtel mit hohem Zementanteil aufzugeben.
  3. Die Baugrube muss von Grundwasser freigehalten werden. Ist vollständige Trockenhalten nicht möglich, dann muss darauf geachtet werden, dass das Grundwasser so lange nicht an die Fugen gelangt, bis der Fugenmörtel abgebunden hat. Eine besondere Auftriebssicherung muss dann vorgesehen werden.
  4. Als Anschlagmittel ist ein 3-Strang Kettengehänge mit ausreichender Kettenlänge (mind. Außendurchmesser des Ringes) zu verwenden. Die Betonteile werden mit üblichen Zementfertigmörtel, MG III, Körnung 0-3, versetzt und anschließend die Fugen beidseitig mit Schnellzement verschmiert. Andere Fugendichtmittel, z. B. Brunnenschaum, sind nicht zu verwenden, da die erforderliche Lastübertragung sowie die Wasserdichtheit der Fuge nicht gegeben sind. Sollte dennoch Brunnenschaum verwendet werden, erlischt seitens des Herstellerwerkes jeglicher Gewährleistungsanspruch auf die Betonteile. Es ist darauf zu achten, dass die Falze  gereinigt sind und für seine bessere Abbindung vorgenässt werden; evtl. überstehender Betongrat ist abzuschlagen. der Mörtel ist gleichmäßig auf der gesamten Wandstärke aufzutragen. Nach dem Aufsetzen des Ringes sind die Fugen beidseitig gut zu verschmieren. Es dürfen keine Hohlräume in den Fugen entstehen. Bei nochmaligem Anheben eines bereits aufgesetzten Teiles ist die Mörtelfuge zu erneuern, damit keine mörtellosen Stellen entstehen. Diese sind hinterher schwer abzudichten. Die Zwischenräume in der Vorklärung sind ebenfalls zu vermörteln.
  5. Das Verfüllen der Arbeitsräume muss lagenweise von Hand erfolgen. Eine ordnungsgemäße Verfüllung und Verdichtung ist Voraussetzung für die Standfestigkeit und Dichtheit der Anlage.
  6. Die Einlaufrichtung ist an der hierfür vorgegebenen, werksseitig eingebauten Muffen mit Dichtung, anzuschließen.
  7. Der Einlauf ist mit einem KG-Anschluss DN 150 vorgesehen.
  8. Das Rohr muss 0,10 m in den Schachtraum ragen.
  9. Die Auslaufleitung ist mit einem KG-Anschluss DN 150 vorgesehen.
  10. Es ist darauf zu achten:                                                                                           a) dass die Auslaufleitung rückstaufrei verlegt wird.                                               b) dass eine ausreichende Be-/Entlüftung der Grube vorhanden ist.
  11. Bei Nichteinhaltung dieser Punkte können wir keine Gewährleistung übernehmen.
  12. Etwaige Beanstandungen sind uns sofort mitzuteilen, d. h. sichtbare Mängel bei  Entgegennahme der Ware, versteckte Mängel nach Wasserdichtheitsprüfung.
  13. Wasserdichtheitsprüfung durchführen:                       Nach dem Aushärten der Mörtelfugen vor dem Verfüllen der Baugrube, ist die Dichtigkeitsprüfung, je nach Einsatzfall entsprechend EN 12566-1, EN 12566-4 (für Ausfallgruben) oder EN 12566-3 (für vollbiologische Anlagen) durchzuführen.                                            a) Schließen von Zu- und Ablaufleitungen, Füllen der Anlage zur Oberkante des Zylinders bzw. beim Einsatz als Faulgrube bis zur Behälteroberkante und ggf. Markierung anbringen (Null = Wasserstand).                                                          b) Abdecken der Grube                                                                                           c) Nach 24 Stunden wieder bis Markierung auffüllen.                                             d) Wassermenge messen, die zum Ausgleich einer Wasserspiegelabsenkung nach 30 Minuten Wartezeit erforderlich ist. Zulässig: pro m² benetzter Wandfläche 0,1 l/m².                                                                                                                 Die Dichtigkeitsprüfung ist pro Behälter durchzuführen. Das Wasser kann nach der Dichtigkeitsprüfung in der Anlage verbleiben.